Technische Uni Zürich hat das 3-fache Budget der TU Wien

Es gibt praktisch keine Arbeitslosigkeit in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg und auch keine in der Schweiz – in Österreich sind hingegen 500.000 Menschen ohne Arbeit (10,9 Prozent), in Niederösterreich liegt die nationale Quote bei überdurchschnittlichen 11,3 Prozent. Sogar Tschechien liegt bei der Arbeitslosigkeit besser als Österreich und in Ungarn sind die Daten gleichauf mit Österreich. Das ist auf ein Manko bei der Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich der Hochtechnologie in Österreich zurück zu führen. Die Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg haben eine Hochtechnologiequote von über 30 Prozent, Österreich hingegen eine bei weniger als 10 Prozent.
Um hier auf zu holen wäre die wichtigste Maßnahme eine Qualifikations- und Ausbildungsoffensive bei den sogenannten „Mint“-Berufen – Informatiker, Physiker, Chemiker, Ingenieure, Biowissenschaftler. Was hier möglich wäre, zeigt ein Vergleich mit der Schweiz. Die ETH Zürich hat bei 18.000 Studenten jährlich 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung, davon 1,2 Mrd. von den öffentlichen Haushalten. Die vom Studienangebot her vergleichbare TU Wien hat bei 29.000 Studenten 350 Millionen zur Verfügung, davon rund 220 Mill von den öffentlichen Haushalten.
Um den Rückstand auf zu holen wären massive Investitionen in den Bereich der Hochtechnologie notwendig. Österreich braucht vor allem Technische Universitäten mit Exzellenz Status, ähnlich den Exzellenz Unis in Deutschland oder der ETH Zürich. Eine analoge Dotierung alleine der TU Wien zur ETH Zürich würde eine Aufstockung der Mittel auf fast 2 Milliarden Euro pro Jahr erfordern.