Steuern runter – nicht mit der AK und Kanzler Kern!

Rund 400 Millionen Euro macht das „Körberlgeld“ aus, das der Finanzminister jedes Jahr dadurch kassiert, dass Steuerzahler beim Einkommen dank Inflationsabgeltung automatisch in eine höhere Tarifstufe rutschen. Diese Auswirkung der „kalten Progression“ abzuschaffen, wäre so einfach: Der Nationalrat beschließt, einen Satz dem Einkommenssteuergesetz hinzu zu fügen: „Die Stufen im Einkommenssteuertarif sind um den Wert der im vergangenen Jahr aufgetretenen Verbraucherpreissteigerung anzuheben.“

 

Die kalte Progression entsteht, wenn die Einkommen durch Gehaltserhöhungen (in der Regel über den Kollektivvertrag) an die Inflation angepasst werden, um so die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern. Die Arbeitnehmer verdienen brutto mehr, netto bleibt ihnen real aber oft weniger, weil sie aufgrund der Gehaltserhöhung, die aber nur die Inflation ausgleicht, in eine höhere Steuerstufe rutschen.

 

Steuersenkung? Nicht mit uns, sagen AK und Kanzler Kern.                  Foto: Fotolia/ Thomas Reimer

 

 

 

Die Forderung nach Abschaffung der kalten Progression gibt es seit Jahren. Jetzt hat der Finanzminister dazu auch ein fertiges Konzept vorgelegt. Doch die Arbeiterkammer ist dagegen, dass die Menschen in Österreich automatisch weniger Steuern zahlen. Die AK will jedes Mal einen Beschluss des Parlaments zu einer Steuersenkung, um sich von den Bürgern dafür feiern zu lassen! Und weil die SPÖ in der AK das Sagen hat, trauen sich Bundeskanzler Kern und mit ihm alle SPÖ-Abgeordneten im Parlament nicht, dieses grundvernünftige Vorhaben umzusetzen!