Schadensbegrenzung – das Ende von Prölls Privatstiftung

Also doch – die Dr. Erwin Pröll Privatstiftung wird aufgelöst! Zur Erinnerung: Alt-Landeshauptmann Pröll hatte zu seinem 60sten Geburtstag viele tausend Euro geschenkt erhalten. Dieses Geld ließ Pröll in eine Stiftung einfließen. Von 2008 bis 2016 hat dann die Landesregierung jährlich eine Subvention von 150.000 Euro für die Stiftung beschlossen. Nun gehen an die Stiftung schon ausbezahlte 300.000 Euro zurück an das Land. 1,05 Mio. Euro, die zwar beschlossen aber noch nicht an die Stiftung überwiesen wurden, liegen nach wie vor auf Konten des Landes.

Erwin Pröll hat sich von seiner Stiftung abgewandt! Foto: Fotolia/jongleur

Eine Begründung, warum die Stiftung nun aufgelöst wird, wo doch nach den bisherigen Beteuerungen diverser ÖVP-Politiker ohnehin alles super sauber sei, liefert der Rechtsanwalt der Stiftung. Demnach sei der Hauptzweck der Stiftung, nämlich die Errichtung der ‚Akademie der Förderung des ländlichen Raumes‘, mittelfristig nicht realisierbar. Diese Begründung des Rechtsbeistandes verwundert doch sehr, immerhin hatte man zur Errichtung dieser ominösen Akademie fast 10 Jahre Zeit!

Insider vermuten für den Sinneswandel bei der ÖVP und der damit verbundenen Auflösung der Stiftung freilich ganz was anders: Schadensbegrenzung, denn  demnächst soll der Bericht des Rechnungshofes zur Stiftung veröffentlicht werden. Und wenn es da, wie Fachleute annehmen, zu einem für den Stifter Pröll unangenehmen Ergebnis kommen sollte, ist es zumindest optisch besser, wenn man sagen kann, dass es die Stiftung ohnehin schon nicht mehr gibt. Schadensbegrenzung eben!