Pröll und Co. entdecken das Waldviertel – endlich!

„Erst jetzt kommens d’rauf!“ möchte man ausrufen, wenn man jüngst die Menge und zeitliche Intensität anschaut, mit der Landeshauptmann Pröll und die Seinen Infrastrukturprojekte im Waldviertel ankündigen.

 

Seit Jahrzehnten kämpft das Waldviertel gegen Abwanderung. Kaum Arbeitsplätze und die schlechte Verkehrsinfrastruktur sind ausschlaggebend dafür. So braucht man mit öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit von Gmünd in die Landeshauptstadt 2 Stunden und 45 Minuten (!) und 2 Stunden 17 Minuten nach Wien – in der Zeit ist man schneller (!) von St. Pölten in Salzburg!

Nur langsam, gaaanz langsam kommt man im Waldviertel mit dem öffentlichen Verkehr voran.

Nur langsam, ganz langsam, kommt man im Waldviertel mit dem öffentlichen Verkehr voran. Foto: renisa/Fotolia

Jetzt kündigt das Land NÖ an, 140 Millionen Euro bis 2020 in den Straßenausbau stecken zu wollen. Weitere 87 Millionen wollen Land, ÖBB und Bund in den Ausbau der Bahn stecken – nachdem 50 Jahre lang nichts mehr geschehen ist auf dem Waldviertler Schienennetz – wenn man davon absieht, dass auf der ursprünglich zweigleisigen Franz-Josefs-Bahn von 1959 bis 1967 ein Gleis zwischen Absdorf-Hippersdorf und Sigmundsherberg abgebaut worden ist.

 

Auch wenn es sich da vorerst größtenteils nur um Ankündigungen und Absichtserklärungen handelt, schön dass man sich in der Landesregierung des Waldviertels erinnert – leider halt sehr spät!