Politische Gasgeschäfte

Seit einigen Monaten ist die Botschaft „Schluss mit Ölheizungen“ aus den Mündern diverser Politiker zu hören. Grund genug, diese Botschaft mal näher anzusehen!

Da sind einmal die Befürworter dieser Maßnahme: Allen voran Landwirtschaftsminister Rupprechter, der Generalsekretär der Landwirtschaftskammern Josef Plank und dessen Nachfolger in den NÖ Landesregierung, Stephan Agrarlandesrat Pernkopf.

Dann die Botschaft: Schon relativ bald soll der Einbau von Ölheizungen in Neubauten verboten werden. Die Begründung: Die Abgase seien umweltschädlich, Ölheizungen per se sehr teuer! Das alles wird mit wissenschaftlichen Daten untermauert!

Gas, Holz, oder doch Öl? Darum tobt eine Streit der Energiehändler. Foto: Fotolia/tiero

Der Konter der Ölhändler lässt nicht lange auf sich warten. „Unsinn“ sagen die und behaupten ihrerseits, dass moderne Ölheizungen im Vollkostenvergleich die günstigste Form der Raumwärmeerzeugung seien und moderne Heizkessel in Kombination mit CO2-freiem Bio-Öl besonders sauber wären. Untermauert wird das, eh klar, mit wissenschaftlichen Daten!

Bei solch einem Streitthema ist es dann immer hilfreich nach dem „cui bono?“, also dem „wem nützt das?“ zu fragen. Daher, als Alternative zum Öl bieten sich vorwiegend Gas und Heizmaterial auf Holzbasis an. Womit auch klar wird, warum die eingangs erwähnten drei Herren so ein großes Interesse am Verbot von Ölheizungen haben. Zum Einen vertreten sie auch jene Firmen in der Landwirtschaft, die im großen Stil Holz produzieren. Und zusätzlich vertritt Landesrat Pernkopf in diesem Fall die Interessen des Landes NÖ, das Mehrheitseigentümer des Gaslieferanten EVN ist. Dazu passt auch, dass die „Energie und Umweltagentur NÖ“ Ölheizungen als besonders teuer darstellt. Wer steht hinter dieser Agentur? Eigentümer ist zu 100% das Land NÖ, das ja wiederum Mehrheitseigentümer des Gaslieferanten EVN ist.