Die Wertschöpfungsabgabe – mit einer Mogelpackung zur Abhängigkeit

Eine „Mogelpackung“ nennt der Autor und Steuerberater Michael Amon in der Tageszeitung Der Standard (1. September 2016, S. 26) die Pläne der SPÖ zur Wertschöpfungsabgabe. Amon, der sich selbst als „Sozialdemokrat“ bezeichnet, weist darauf hin, dass das SPÖ-Modell zwar Industrie und Bauwirtschaft entlastet, aber im Gegenzug das Rückgrat der heimischen Wirtschaft, KMUs, also Betriebe bis 250 Mitarbeiter, und EPUs belastet.

 

Und aus Amons Artikel lässt sich auch trefflich herauslesen, dass die SPÖ mit ihrem Modell genau das plant, was sie lauthals bestreitet: nämlich neue zusätzliche Abgaben einzuführen! Aufkommensneutral, wie die SPÖ immer behauptet, wäre das von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern vorgestellte Modell nicht.

 

Closeup of euro money in somebody's jeans pocket

Wertschöpfungsabgabe – mit immer neuen Schmähs  versucht die SPÖ den Bürgern zusätzlich Geld aus’m Taschl zu ziehen. Foto: Catalin Pop/Fotolia

 

Und das hat bei der SPÖ auch eine Logik: denn SPÖ Philosophie war es schon immer, den Menschen zuerst das Geld in Form von Steuern und Sozialabgaben weg zu nehmen, um es ihnen dann wieder – huldvoll – in Form von Förderungen und Sozialleistungen zu geben. Dass man sich das ganze Ringelspiel weitgehendst sparen könnte, ist auch der SPÖ klar, nur würde sie dann keine Anhängigkeiten schaffen können. Wäre ja noch schöner, wenn jeder selbst über sein Geld entscheiden könnte!