Laki: 50 Prozent Kursverluste bei der NÖ Landeshauptstadtfinanzierung waren vorhersehbar

Spekulanten kosten Niederösterreich Milliarden

Der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, nimmt Bezug auf die Kritik des Rechnungshofes an der Finanzierung der Landeshauptstadt und der Vermögensverwaltung des Landes.

Euro stürzt von 4,51 Franken auf 0,98 ab

Laki erklärt die Details: „Nimmt man die im Euro versammelten Währungen und vergleicht die Kursentwicklung mit den Franken in den letzten 54 Jahren, dann sieht man den mehr als eindeutigen Trend. 1953 mussten 4,51 Franken für einen Euro bezahlt werden und 2017 nur mehr 0,98. (http:fixtop.com – historical exchange rates). Im Durchschnitt verlor der Euro 2,9 Prozent pro Jahr. Die Zinsdifferenz beträgt hingegen lediglich rund 1 Prozent pro Jahr. Das ergibt einen Verlust von rund 2 Prozent pro Jahr im Durchschnitt. Kein vernünftiger Mensch auf dieser Welt geht daher das Kursrisiko Euro zu Franken im Rahmen einer langfristigen Finanzierung ein – nicht so die „Finanzmanager“ in Niederösterreich!“

In Kenntnis des Trends des Franken zum Euro, nahmen, so der Vorwurf des Landtagsabgeordneten, diese Finanzmanager billigend in Kauf, dass sich die Schulden des Landes NÖ massiv erhöhen. Wie der Rechnungshof berichtet, haben sich beispielsweise Franken Schulden von 1996/97 bis 2015 von 445,08 Millionen Euro auf 656,99 Millionen erhöht. Das sind nahezu 50 Prozent!

Nächste Baustelle: Vermögensverwaltung der NÖ Wohnbaugelder (FIBEG)

Für Laki standen hinter dem Deal mit den Wohnbaumilliarden „gute Berater“. Die fragten sich „Wie komme ich zu einem Milliardenvermögen um bei dessen Veranlagung Millionen Euro an Provisionen zu kassieren.

Sie schlugen deshalb dem Land NÖ vor, 8 Milliarden hypothekarisch besicherter Forderungen um 4,4 Milliarden- also viel zu billig – zu verkaufen. Diese sollten, so das Versprechen, mit einem Ertrag von 5 Prozent pro Jahr an der Börse „veranlagt“ werden, um den Verkaufsverlust rasch wieder aufzuholen. Nur das funktionierte, wie wir in der Zwischenzeit wissen, nicht. Aus ursprünglich 8 Milliarden Euro Vermögen sind derzeit lediglich noch 2,4 Milliarden vorhanden.

Hauptverantwortlich für dieses Desaster waren nicht die Entnahmen des Landes NOE sondern die „katastrophale Leistung“ der „guten Berater“, so Laki.

Hätte das Land, wie es das Bundesvergabegesetz verlangt, die Vermögensverwaltung international ausgeschrieben und nicht freihändig an die „guten Berater“ vergeben, hätten die niederösterreichischen Steuerzahler eine „professionelle“ Vermögensverwaltung und um Milliarden größeres Vermögen.

Laki fast daher zusammen: „Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau – „ein jeder neuer Generaldirektor holt die Leichen aus dem Keller“. Legen Sie den „guten Gaunern“ das Handwerk. Der Steuerzahler wird es Ihnen danken!“