Laki: 3. Piste – Freunderlwirtschaft gegen Rechtsstaat

Spekulationen zu Lasten des Steuerzahlers mit dem Areal der 3. Piste sind der wahre Grund für‘s massive Lobbying zugunsten des Flughafenausbaus.

 

Wahrer Grund für das momentan intensive Lobbying zugunsten der 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat dürften hunderte Millionen teure Grundstückgeschäfte sein, sagt heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki. Er verweist dabei auch auf einen Medienbericht von gestern, wonach die anonyme Anzeige gegen die Richter, die beim Bundesverwaltungsgericht über die 3. Piste entschieden haben, von frustrierten Grundstückseigentümern kommt. Diese hätten sich – zu früh – auf die Ablösen für ihre Flächen durch den Airport gefreut.

 

Laki: „Nach meinen Informationen geht man beim Bau der 3. Piste von einem Flächenverbrauch von 760 Hektar aus. Das ergibt einen durchschnittlichen Hektarablösepreis von rund 263.000 Euro. Für die landwirtschaftliche Fläche kann man im Durchschnitt mit rund 40.000 pro Hektar rechnen. So gesehen rechnet der Flughafen damit, dass der Ablösepreis gegenüber den bestehenden ortsüblichen Preisen um rund das 6fache steigt und hat deshalb auch schon bis zu 200 Millionen Euro für Ablösen budgetiert.“

 

Tatsächliche Grundstückeigentümer stehen gar nicht im Grundbuch

 

Von Interesse ist natürlich, wer die Personen sind, die sich rechtzeitig mit Grundstücken eingedeckt haben. Laki: „Nach meinen Informationen sieht man das nicht unmittelbar im Grundbuch, weil die Spekulanten die Flächen nur vertraglich erworben haben und die grundbücherliche Eigentumsübertragung direkt vom Vorbesitzer zum Flughafen erfolgen soll. Mit diesem Trick hoffen die Spekulanten anonym zu bleiben.“

 

Kosten für 3. Piste lassen Gebühren am Flughafen steigen und dessen Wettbewerbsfähigkeit sinken

 

Eine Offenlegung dieser „hochrangigen Spekulanten“ würde das derzeitige massive Lobbying für die 3. Piste in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen, warnt Laki. „Betriebs- und volkswirtschaftlich braucht die 3. Piste derzeit niemand. Ganz im Gegenteil: durch die rund 2 Milliarden Euro teuren Baukosten würden die Gebühren des Flughafens unnötig steigen und die Wettbewerbsfähigkeit sinken. Das heißt, die 3. Piste jetzt zu errichten, wäre zum Schaden der Aktionäre und des Miteigentümers „Land Niederösterreich“,  betont Laki, wie wenig eine 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat sachlich gerechtfertigt ist.

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