Kontrolle? Ja schon, aber bitte nicht bei uns Feuerwehren!

Riesen Aufregung gab es zuletzt in Klosterneuburg, als ein Stadtrat die Prüfung der sieben Freiweilligen Feuerwehren der Babenberger Stadt forderte. Konkret verlangte der Kommunalpolitiker, dass das Finanzwesen der Feuerwehren künftig landesweit von dritten, am besten, wie er meinte, von der jeweiligen Gemeinde, geprüft werde. Der Grund: Laut dem Stadtrat hätten die sieben Wehren der Babenbergerstadt mehrere Millionen Euro angehäuft.

Die Feuerwehren – ein Prüfer des Rechnungshofes fordert Kontrollen!   Foto: Fotolia/Kzenon

Eigentlich ist die Forderung nach Kontrolle eine ganz logische für jemanden, der die Verschuldung der NÖ Gemeinden kennt – zusammen haben sie, mitsamt ihrer ausgelagerten Gesellschaften, genau so viel Schulden, wie das Land NÖ, nämlich acht Milliarden Euro! Da Gemeinden und Feuerwehren im Regelfall Hand in Hand arbeiten und die Finanzströme auch denen kommunizierender Gefäßen gleichen, wäre Kontrolle ein Gebot der Stunde. Oder wie es auch heißt „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

 

Wie auch immer, die Forderung des Klosterneuburger Kommunalpolitikers nach Kontrolle der NÖ Feuerwehren löste eine Welle der Empörung und Ablehnung aus. Sogar der Landesobmann der FPÖ kritisierte das Vorschlag als „dreist“. Was verwundert, denn sein Parteifreund, der Stadtrat, der die Kontrollen fordert, weiß aus Erfahrung, wovon er spricht: er ist von Beruf langjähriger, erfahrener Prüfer im Rechnungshof!