Jeder Niederösterreicher hat 38.000 Euro Schulden!

Vor fünf Jahren gelobte der damals wegen der Spekulationsgeschäfte mit Wohnbaugeldern politisch unter Druck geratene Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka (heute Innenminister, früher mal Musiklehrer) noch Besserung. Zur allgemeinen Beruhigung präsentierte er im Jahr 2011 des Budgetprogramm für die nächsten vier Jahre, also bis 2015. In diesem Programm wurde ein Schuldenabbau von rund 100 Millionen Euro pro Jahr angestrebt. Noch besser: Ein Jahr später, im Budgetprogramm 2013 bis 2016, erhöht das Land das Schuldenreduktionsziel gar auf 150 Millionen pro Jahr! Aber Sobotka verabschiedete sich recht bald wieder von seinem strikten Sparkurs – seit 2015 bis 2019 macht das Land das Schuldenwachstum vom Wirtschaftswachstum abhängig, und das ist ja nicht gerade rosig!

Geschäftsmann, Schulden, Belastung, Felsbrocken

Dank Ex-Landesrat Sobotka und ÖVP-NÖ  muß jeder Niederösterreicher – vom Baby bis zum Greis – seinen Schuldenrucksack mit 38.000 Euro tragen!

 

So erreicht der Schuldenstand Niederösterreichs Rekordniveau: 3,5 Mrd. Euro Schulden alleine im Landesbudget – und da Land und die 573 Gemeinden in Wahrheit kommunizierende Gefäße sind, müssen da auch die Schulden der Gemeinden berücksichtigt werden. Die machen mitsamt der 300 ausgegliederten Gesellschaften der Kommunen 7 Milliarden Euro aus. Das macht also zusammen rund 10,5 Milliarden Euro Schulden. Nimmt man dann noch die 300 Milliarden Euro mit denen der Bund verschuldet ist dazu, so hat jeder der ca. 1,7 Millionen NÖ Landesbürger einen Rucksack voller Schulden – nämlich pro Kopf  38.000 Euro – zu tragen!