Es kann nur besser werden!

Mit Ausnahme der ÖVP-NÖ kann es durch Erwin Prölls Abgang in NÖ für die Bürger nur besser werden. Die Zahlen sprechen für sich bzw gegen Prölls Leistungen:

 

NÖ hat eine Rekordarbeitslosigkeit – zuletzt gab es nur mehr in zwei Bundesländern einen Anstieg: nämlich im generellen „Problemfall“ Wien und eben in NÖ!

 

Dazu kommen Schulden, die das Land langsam auffressen werden, wenn nun nicht rasch gegen gesteuert wird. Der Schuldenstand NÖs – pro Kopf der Bevölkerung gerechnet – liegt laut Statistik Austria (2014) bei 4330 Euro, der des vielfach gescholtenen Wiens bei „nur“ 2747 Euro. Im gesamtösterreichischen Vergleich schneidet nur Kärnten mit 4378 Pro-Kopf-Schulden schlechter ab als NÖ!

 

Es kann – nach Prölls abgang – nur besser werden für NÖs Zukunft. Foto: Fotolia/ulkas

 

Die Landesschulden sind somit auf rund 8,5 Milliarden Euro gestiegen sind. Aber darüber hinaus haben die Gemeinden mit ihren ausgelagerten (Schulden)Gesellschaften in der Zwischenzeit ebenfalls rund 8 Milliarden Verbindlichkeiten angehäuft. In Summe steht Niederösterreich, das als Land für seine Gemeinden gerade stehen muss, somit mit rund 16 Milliarden Euro in der Kreide!

 

Dafür leistet sich das Land auf Initiative Prölls jede Menge Spektakel: Das Kulturfestival in Grafenegg hat ein Budget von rund 8 Millionen Euro. Die Hälfte, und das gibt es bei keinem vergleichbaren Festival eines anderen Bundeslandes, wird vom Land NÖ als Förderung beigesteuert!  Die neue Open-Air-Bühne und der Konzertsaal hatten Errichtungskosten von 30 Millionen Euro! Und all die gewaltigen Ausgaben bei sehr kleinem kulturtouristischem Werbewert für NÖ: 2/3 der Besucher kommen aus Wien und NÖ, der Rest aus den übrigen Bundesländern, nur rund 5% aus dem Ausland!

 

Und für das Museum des bekannten Blut-Künstlers Hermann Nitsch läßt das Land jährlich auch mehrere hunderttausend Euro springen!

 

Zuletzt setzte sich Erwin Pröll noch zwei Denkmäler: Mit Kosten von 38 Millionen Euro werden zwei neue Museen errichtet: das „Museum NÖ“ als „Haus der Geschichte“ und die „Galerie NÖ“, in der die Bildende Kunst beheimaten sein wird.

 

Es bleibt zu hoffen, dass Prölls Nachfolgerin Geld künftig dort einsetzen wird, wo es tatsächlich den Niederösterreichern und der heimischen Wirtschaft von Nutzen ist. Möglichkeiten gäbe es genug, zum Beispiel zerbröseln die Straßen in NÖ und in weiten Teilen des Landes ist die Versorgung der Betriebe und Haushalte mit Internet so schlecht, dass sie nur mit der in Entwicklungsländern vergleichbar ist.

 

Wie gesagt, vieles kann in NÖ nach Erwin Prölls Abgang nur besser werden!