Die Wirtschaft-Ohne-Bürokratie (WOB) Steuer

Österreichs Steuersystem ist höchst unübersichtlich – und belastet Unternehmen außerordentlich. Das hat schon dazu geführt, dass viel Firmen ins benachbarte Ausland, wo es einfachere und gerechtere Systeme gibt, auswandern. Besonders originelle Politiker, wie etwa der neue Bundeskanzler Kern schlagen gleich noch eine zusätzliche Steuer vor, die Maschinen- oder beschönigend auch Wertschöpfungsabgabe genannt wird.

 

In Wahrheit braucht es aber für die heimischen Unternehmen ein einfaches, übersichtliches und leicht umzusetzendes Steuersystem. Frank Stronach hat Magna International Inc., einen global führenden Automobilzulieferer mit rund 107.000 Mitarbeitern in 286 Produktionsstätten in 25 Ländern gegründet. Er weiß daher aus dieser weltweiten Erfahrung am besten, wie ein Steuersystem gestaltet sein muss, damit sich Betriebe ansiedeln und Erfolg haben.

 

So schlägt Frank Stronach vor unser Steuersystem schrittweise zu vereinfachen. Ein erster Schritt wäre, Kleinbetrieben die Wahl zu lassen, das neue System anzunehmen oder beim alten System zu bleiben. Für Klein- und Mittelbetriebe (Betriebe unter 50 Mitarbeiter), die auf das neue System umsteigen, gäbe es die „Wirtschaft Ohne Bürokratie-Steuer (WOB)“.

 

Demnach zahlt eine Kleinfirma vier Prozent vom Umsatz an Abgaben. Die Hälfte davon sollte an den Staat als Steuer abgeführt werden, die andere Hälfte geht an die Mitarbeiter als Mitarbeiterbeteiligung. Die Arbeiter wären somit mtivierter zu arbeiten und auf die korrekte Ausstellung aller Rechnungen zu achten, da auch sie von einem höheren Umsatz profitieren. Bewährt sich dieses System für 1. den Betrieb, 2. die Mitarbeiter, 3. den Staat und das Sozialsystem, kann man es nach einigen Jahren und einer Evaluierung auch auf Firmen, die mehr Mitarbeiter haben, ausdehnen.

 

Um das Geld im Land zu halten schlägt Frank Stronach eine weitere, neue Steuerregel vor. So bekommen Firmen, die ihren Profit in Österreich investieren, eine Steuerreduktion von 10%. Aber Firmen, die ihren Profit ins Ausland verlagern, sollen 10% mehr Steuern zahlen. Es ist für österreichische Arbeiter nicht fair, dass Firmen ihre Produktion nach Asien verlagern, dort billig produzieren lassen und die Waren dann nach Österreich importieren.