Den Menschen auch etwas geben!

Angela Merkel, die von manchen als Wahlsiegerin gefeiert wird, hat ja eigentlich einen kräftigen Bauchfleck hingelegt bei der deutschen Bundestagswahl. Ihr Ergebnis, minus rund 9 Prozent, sieht nur neben dem Debakel der SPD gut aus.

Die Politik muss den Vertrauen & Sicherheit geben. Foto: Fotolia_Romolo Tavani

Analysiert man das Wahlergebnis unter Beachtung des Einzugs der AfD in den Bundestag, muß man Merkel und deren CDU/CSU wichtige und vermeidbare Versäumnisse vorhalten!

 

Zwar hat Deutschland einen ausgeglichenen Haushalt und Finanzminister Schäuble, ein besonders sparsamer Schwabe, lässt sich gerne für seine Null-Schulden Politik und Überschüsse im Budget feiern. Aber auf Dauer kann sparen, wie man jetzt in Deutschland sieht, auch „nach hinten los gehen“!

 

Denn während Schäuble kräftig sparte bei den Staatsausgaben, fehlte dieses Geld bei nötigen Investitionen: vor allem im Osten, dort wo die AfD fast 30 Prozent der Stimmen bekam, zerbröseln Straßen und baufällige Schulen können nicht renoviert werden, die Bauwirtschaft kommt so um wichtige Beschäftigungsimpulse! Ganz Deutschland liegt bei der Versorgung mit Hochleistungsinternet bestenfalls im europäischen Mittelfeld! Die Menschen merken diese Vernachlässigungen täglich und haben bei der Wahl die Rechnung präsentiert!

 

Merkel hat anlässlich der Flüchtlingskrise gesagt „wir schaffen das!“ Und recht hatte sie! Es darf für ein Volk mit über 80 Millionen Einwohnern und als eine der stärksten Volkswirtschaften auf dem Planten kein Problem sein, einige hunderttausende Menschen unter zu bringen! Nur, und darauf haben Merkl und Schäuble vergessen, man muß dafür auch den eigenen Bürgern – quasi im Ausgleich – etwas geben! Tut man das nicht, gibt man Protestbewegungen, die zu echter Arbeit dann ohnehin nicht fähig sind, wie die Spaltung der AfD schon am Tag 1 nach der Wahl zeigt, immer noch die Chancen das Land zu destabilisieren.

 

Österreich hat das Glück, dieses Lehrstück gleichsam „aus der ersten Reihe fußfrei“ verfolgen zu können – hoffentlich lernen wir auch daraus!