Bitte auch eine dritte Piste fürs Wald- und Industrieviertel!

Hier in diesem Blog stand schon einmal der Satz „man kann zum Bau der dritten Piste am Flughafen Schwechat stehen wie man will, aber was sich nun, nachdem das Bundesverwaltungsgericht gegen die Piste entschieden hat, abspielt, macht glauben, dass das wirtschaftliche Wohl des Ostens Österreichs von einem ca. drei Kilometer langen Betonband abhängt.“

Wäre eine zusätzliche Piste auf Flughäfen wirklich so ein Jobmotor, wie zur Zeit in Schwechat behauptet wird, würden vielerorts bsolche Pisten gebaut. Foto: Fotolia/m.mphoto

Daran hat sich seit Februar nichts geändert! Den Vogel schoß jetzt die ÖVP Teilorganisation ÖAAB ab. Deren Ableger in NÖ – Obmann ist Innenminister Wolfgang Sobotka – ließ nun mit einer Meldung aufhorchen, in der ein ÖAAB-Funktionär aus Bruck/Leita verkündete: „Wir erwarten dadurch (durch die 3te Piste) 30.000 neue Arbeitsplätze in der Region.“

 

Wenn es wirklich so einfach wäre für „die Region“ Bruck/Leita – also großzügig ausgelegt das Gebiet kreisförmig um die Flughafen mit einem Radius bis Bruck – 30.000 Arbeitsplätze zu schaffen, dann sollte man auch rasch derartige Pisten im Wald- und Industrieviertel bauen. Dort ist nämlich die Arbeitslosigkeit in NÖ besonders hoch, die könnte so ein Arbeitsbeschaffungsprogramm gut brauchen!

 

Die Wahrheit zur dritten Piste ist aber viel ernüchtender:

  1. Der Bau der dritten Piste erfordert Investitionen von rund 2 Milliarden Euro. Da haben sich schon viele Firmen auf das Geschäft gefreut, das ihnen nun durch die Lappen zu gehen droht!
  2. Der Flughafen muss natürlich die Grundstücke auf denen die Piste gebaut werden soll, den jetzigen Besitzern teuer ablösen. Die würden jetzt natürlich auch um ihr Geld umfallen.
  3. Kein Mensch kann in Wirklichkeit berechnen, wie viele Arbeitsplätze die dritte Piste nach sich ziehen wird. Um das zu verdeutlichen: In der Luftfahrt kann man heute nicht mal gesagt werden, welche Fluglinien Schwechat oder jeden anderen Flughafen weltweit in 3 oder 5 Jahren anfliegen. Wer also heute von 30.000 Arbeitsplätzen spricht, die mit der Errichtung der dritten Piste entstehen, ohne z.B. überhaupt zu wissen, welche Fluglinien dann noch Wien anfliegen, lügt die Mitbürger schamlos an.