16 Milliarden Schulden – in NÖ unter den Tisch gefallen!

Die Sozialdemokraten stimmten im NÖ Landtag gegen die dort von der ÖVP eingebrachte Kürzung der Mindestsicherung. Denn, so begründeten die SP-Abgeordneten ihr Verhalten, das, was vorgeblich gegen Ausländer gerichtet war, kürzt nun, nach den Vorschlägen der ÖVP, vor allem Zahlungen an Österreicher.

Daraufhin trat der Klubobmann der ÖVP-NÖ, Klaus Schneeberger ans Rednerpult des Landtages und warf den Sozialdemokraten wortgewaltig vor, statt zu sparen überall Schulden zu produzieren. Demonstrativ nannte er dazu Wr. Neustadt, wo die SPÖ jahrzehntelang die Mehrheit hatte und nach einem aufgedeckten Schuldendebakel, er, Schneeberger zum Bürgermeister gewählt wurde und nun die Stadt sanieren müsse.

Schneeberger hat dabei aber geflissentlich unter den Tisch fallen lassen, wie das Land NÖ finanziell dasteht. Unter einer nunmehr 13jährigen absoluten Mehrheit der ÖVP, mit einem Klubobmann Schneeberger an der Spitze des ÖVP-Klubs sind die Schulden des Bundeslandes gleichsam explodiert!

Denn der Schuldenstand NÖs – pro Kopf der Bevölkerung gerechnet – liegt laut Statistik Austria (2014) bei 4330 Euro, der des vielfach gescholtenen Wiens bei „nur“ 2747 Euro.

Euro Berg

Der Schuldenberg des Landes NÖ ist gewaltig – 16 Milliarden Euro!        Foto: Fotolia/Xaver Klaussner

 

Noch dramatischer stellte das der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, nur ein Jahr später dar. Er verwies 2015 auf einen Rechnungshofbericht nach dem die Schulden NÖs auf 8,2 Milliarden gestiegen sind. Darüber hinaus haben die Gemeinden mit ihren ausgelagerten (Schulden-)Gesellschaften in der Zwischenzeit ebenfalls rund 8 Milliarden Verbindlichkeiten angehäuft. In Summe steht Niederösterreich somit – ohne den Bundesschulden – mit rund 16 Milliarden Euro in der Kreide!